Juristische und technische Verteidigungsstrategien in Verkehrs-OWi-Verfahren

Wann findet das Seminar statt?

Online | Mittwoch, 25. November 2026 • 10:00 - 16:45 Uhr (5 Vortragsstunden)
Veranstaltungs-Nr. 62360-26

An wen richtet sich das Seminar?

Das Online-Seminar richtet sich an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die in Verkehrs-OWi-Verfahren über die Standardverteidigung hinaus arbeiten und juristische wie technische Angriffslinien gezielt miteinander verzahnen wollen. Es ist insbesondere geeignet für Fachanwälte und Fachanwältinnen für Verkehrsrecht und für Strafrecht.

Worum geht es?

Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren lassen sich in der Praxis oft weder rein juristisch noch rein technisch überzeugend führen. Erfolgreiche Verteidigung hebt sich vom Masseverfahren ab und erfordert in der von schnellen Entscheidungen und ungleichen Verfahrenspositionen geprägten Alltagspraxis einen vernetzten Überblick über Verfahrensrecht, Akteneinsicht, Beweiserhebung und -würdigung, Messbetrieb und gerätespezifische Besonderheiten.

Genau hier setzt das Seminar an: Ein juristischer und ein technischer Referent entwickeln die Verteidigungsansätze nicht nebeneinander, sondern im Zusammenspiel. In den einzelnen Themenblöcken wechseln sich rechtliche und technische Perspektiven bewusst ab: Mal steht der juristische Zugriff im Vordergrund und wird durch technische Einordnungen vertieft, mal die technische Analyse mit unmittelbarer Übersetzung in prozessuale und strategische Konsequenzen für die Verteidigung.

Ziel ist es, technische und juristische Argumentationsstränge systematisch zu verknüpfen und daraus belastbare Verteidigungsansätze für das Mandat, das behördliche Zwischenverfahren und die Hauptverhandlung zu entwickeln.

Was sind die Schwerpunkte?
  • Verteidigungsstrategien vom ersten Mandantenkontakt bis zur Hauptverhandlung

  • Anhörung, Verjährung und formelle Angriffspunkte im Bußgeldverfahren

  • Akteneinsicht, Informationszugang, Beziehungs- und Herausgabebegehren, Verfahren nach § 62 OWiG

  • Bußgeldbescheid, Wirksamkeitsfragen und typische Fehlerquellen, insbesondere im Kontext von § 66 OWiG und § 51 OWiG

  • Verhalten im gerichtlichen Verfahren, persönliches Erscheinen, Beschränkung des Einspruchs, Beweisanträge und Beweisstrategie

  • Fahrverbot, § 25 StVG, § 4 BKatV, Fahreignungsregister und strategische Folgen für die Verteidigung

  • Gerätespezifische technische Grundlagen und typische Angriffspunkte bei den in der Praxis am häufigsten angewandten Messverfahren, insbesondere Radar-, Laser-, Video-, und Abstandsüberwachung

  • Aktuelle technische Entwicklungen, insbesondere zum neuen Messsystem TraffiStar S351 sowie erste Einordnungen zu MONOcam-gestützter Überwachung von Handyverstößen

  • Aktuelles Rechtsprechungswissen

Wann finden die Vorträge statt?

10:00 bis 12:45 Uhr und 14:00 bis 16:45 Uhr

Wer referiert?

Foto: Fabian Schwarz
Sachverständiger für Verkehrsmesstechnik und Unfallanalytik, Master of Engineering (M.Eng.), Saarwellingen
Foto: Malte Theis
Richter am AG, Richter am Amtsgericht, Euskirchen, Lehrbeauftragter an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Brühl

Wo findet das Seminar statt?

Adobe, Online

Was kostet die Teilnahme?

  • 188 € Referendare/-innen; RAe/-innen, Assessoren/-innen bis 3 Jahre nach Zulassung / 2. Saatsexamen
  • 282 € Mitglied DAV
  • 313 € Nichtmitglied

zzgl. gesetzl. USt.

Arbeitsunterlagen als Download • WertGarantie

Juristische und technische Verteidigungsstrategien in Verkehrs-OWi-Verfahren

Persönliche Beratung
Sophie Zschieschang