Produkthaftungsrecht und Produktsicherheitsrecht: neues Produkthaftungsgesetz und Auswirkungen der neuen EU-Produktsicherheitsverordnung
Online | Donnerstag, 12. November 2026 • 09:00 - 18:00 Uhr (7,5 Vortragsstunden)
Veranstaltungs-Nr. 62955-26
Das Online-Seminar richtet sich an Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen, insbesondere an Fachanwälte und Fachanwältinnen für Versicherungsrecht, die produkthaftungsrechtliche Mandate bearbeiten. Es ist ebenso geeignet für spezialisierte Justiziare und Justiziarinnen von Versicherungsgesellschaften, die den Bereich der Produkthaftpflicht betreuen sowie für Makler und Maklerinnen.
Den Schwerpunkt bilden zum einen die sehr aktuellen Themen rund um die Produktsicherheit, insbesondere die neue – seit dem 13.12.2024 geltende – EU-Verordnung nebst dem novellierten Produktsicherheitsgesetz, welches am 19.02.2026 in Kraft getreten ist. Dabei werden der Anwendungsbereich und die wesentlichen Neuregelungen und Anforderungen für Hersteller und weitere Wirtschaftsakteure dargestellt, insbesondere in den Bereichen Risikoanalyse, Cyber-Security, digitale Produktveränderungen, Kennzeichnung und Meldepflichten.
Zum anderen stehen produkthaftungsrechtliche Szenarien innerhalb der EU im Fokus. Insbesondere geht es um die Neuerungen rund um die Produkthaftung. Spätestens Ende 2026 gilt ein vollständig neues Produkthaftungsgesetz, das die Haftungsrisiken für Unternehmen mit Produkten in der EU grundlegend verändert und verschärft. Der Regierungsentwurf wurde am 25.02.2026 in den Bundestag eingebracht. Sie erfahren, was die Umsetzung der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie 2024 für neue Haftungsrisiken für Hersteller, Händler, Importeure und Betreiber digitaler Produkte, einschließlich KI- und Software-Lösungen, mit sich bringt und wie Sie diese rechtssicher steuern können. Praxisnahe Fallbeispiele zeigen, wie sich die Beweiserleichterungen, neue Offenlegungs-und Dokumentationspflichten sowie der erweiterte Kreis haftbarer Akteure und Akteurinnen auswirken.
Vertiefend erfolgen umfassende Hinweise auf die einschlägige Judikatur.
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Produktsicherheit: Europäische Regelungen im digitalen Zeitalter und ProdSG
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Die neue EU-Produktsicherheitsverordnung – Was bleibt und was ist neu: Anwendungsbereich; Erweiterung der Bewertungskriterien für die Sicherheit von Produkten; erweiterte Pflichten der Wirtschaftsakteure, insbesondere der Herstellerpflichten; besondere Pflichten im Hinblick auf den Fernabsatz; abgeänderte Anforderungen an Produktrückrufe und Sicherheitswarnungen; Abhilfemaßnahmen als Folge eines Produktrückrufs
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Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung und dessen Folgen
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Safety Gate-Risikobeurteilung im Krisenfall (Inhalt und Ziele, Aufbau, Methodik, Behördenpraxis)
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Besonderheiten beim Verbraucherprodukt
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Produkthaftung: neue EU-Produkthaftungsrichtlinie/neues Produkthaftungsgesetz: erweiterter Begriff des „Produkts“ ( Neuerungen im Zusammenhang mit der Erfassung von digitalen Diensten); Erweiterung des „Fehlerbegriffs (Fehler des Produkts bei Cyber-Sicherheitsschwachstellen); Erweiterung des Kreises betroffener Wirtschaftsakteure – mögliche Haftungssubjekte; Beweiserleichterungen für Geschädigte; Pflicht zur Offenlegung von Beweismitteln; Erweiterung des ersatzfähigen Schadens und der Wegfall von Haftungsgrenzen
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Beispiele von „Rückrufaktionen“
Wo findet das Seminar statt?
Was kostet die Teilnahme?
- 245 € Referendare/-innen; RAe/-innen, Assessoren/-innen bis 3 Jahre nach Zulassung / 2. Saatsexamen
- 380 € Mitglied DAV
- 423 € Nichtmitglied
zzgl. gesetzl. USt.
Arbeitsunterlagen als Download • WertGarantie


